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Veröffentlicht am 1. Juli 2025

Früherkennung

Die Pfeiler der Früherkennung bilden internationale Netzwerke, etablierte Überwachungssysteme, leistungsfähige Labornetzwerke und nationale Referenzzentren, aufmerksame (Tier-)Ärztinnen und (Tier-)Ärzte sowie eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit im Sinne des One Health-Ansatzes.

Ziele der Früherkennung

Der Fokus liegt auf der Früherkennung

  • neuer besorgniserregender Varianten von endemisch auftretenden Erregern mit pandemischem Potenzial,
  • neuartiger Erreger oder Erkrankungen bei Menschen und Tieren sowie
  • der Anpassung von epidemisch auftretenden Tiererregern an den Menschen (Zoonose).

Ziel der Früherkennung ist es, möglichst rasch Informationen zu liefern, um potenzielle Bedrohungen oder Ausbrüche durch solche Erreger zu erkennen, zu bestätigen oder zu widerlegen sowie einzudämmen oder abzuschwächen. Sie ermöglicht insbesondere ein zeitnahes Fall- und Kontaktmanagement und die Planung von Massnahmen zur Infektionskontrolle bei Menschen und Tieren.

Pfeiler der Früherkennung

«Neuartige» Erkrankungen können erstmals im Inland auftreten oder aus dem Ausland importiert werden. Entscheidend für die rasche Erkennung solcher Erkrankungen sind:

  • Internationale Netzwerke im Human- und Tierbereich (WHO, WOAH, ECDC, EWRS, HSC, GOARN, GISRS+ und CDC sowie WHO Collaborating Centres).
  • Etablierte Überwachungssysteme (siehe Überwachung der Krankheitserreger), z. B. die obligatorische Meldung der Erreger mit pandemischem Potenzial, Häufungen, aussergewöhnlichen Befunde oder Ausbrüche durch Ärztinnen und Ärzte bzw. Labore sowie das Abwassermonitoring und die syndromische Überwachung (Sentinella).
  • Leistungsfähige Labornetzwerke und nationale Referenzzentren oder andere Kompetenzzentren (mit genomischer Überwachung).
  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Koordinierung (One Health-Ansatz) von Bund, Kantonen, (Tier-)Ärztinnen und (Tier-)Ärzten sowie anderen Akteurinnen und Akteuren.

Pandemievorbereitung

Etablierte Überwachungssysteme und Referenzzentren ermöglichen «neuartige» Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Werden solche Erkrankungen nachgewiesen, ergreifen die zuständigen Behörden notwendige Massnahmen. Ein rascher Informationsfluss zwischen den beteiligten Stellen ist dabei zentral.

Pandemiebewältigung

Zu Beginn der Pandemie liegt der Fokus auf der Früherkennung aller Fälle für die Eindämmung oder Abschwächung der Pandemie. Im späteren Verlauf liegt er auf der Früherkennung neuer besorgniserregender Varianten des Erregers.

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